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Das Mädchen in der Schule

Hallo zusammen. Wie im letzten Eintrag berichtet, will ich euch über die verschiedenen Mädchen berichten, die ich bin. Heute ist das Schulmädchen dran. Für euch Sheryl.

Ich bin jetzt im 2. Jahr des Progymnasium. Das ist 'ne Vorbereitungsstufe für Schüler mit Gymnasium- bzw. Universitätspotenizal. Als ich ins erste Jahr kam, war ich 11. Das heisst jetzt aber nicht, dass ich 12 Jahre bin, 'kay? Nun ja. Ich war noch nie in meinem Leben verliebt gewesen. Und dann gab es da diesen Jungen. Nathanael. Der Name würgt mich übrigens immer noch. Er war das, was alle Mädchen wollten: älter, grösser als man selber, unglaublich hübsch, sportlich, humorvoll und gleichzeitig rebellisch. Und ein Arschloch. Er war sich durchaus bewusst, das er alles hatte. Während den Schulstunden lächelte er mir zu und schaute mir oft in die Augen, mein persönliches Paradies. Er berührte mich wie zufällig, worauf ich jedes Mal praktisch in Ohnmacht fiel und mich auf irgendeine Art blamierte. Und wenn er mit mir sprach wurde ich rot und verlegen. Die erste Liebe. So verdammt überwältigend, ich hatte keine Chance. Die ganze Zeit lief ich mit einem Big Smile herum. Es fiel mir zwar auf, das jenste Mädchen sich für ihn interessierten, dass er auch mit vielen anderen Mädchen das gleiche wie mit mir tat (und ich wurde wahnsinnig eifersüchtig, weil ich ihn auf eine irsinnige Art nur für mich beanspruchen wollte), doch ich dachte mir "Ist doch egal, ist ja nichts schlimmes. Wenn er dein Freund ist, musst du ihm auch Freiraum lassen." Kein Witz, so habe ich wirklich gedacht. Alle meine Freundinnen hielten mich für durchgeknallt, schüttelten den Kopf und warnten mich oder so. Ich dachte mir aber nichts dabei. Ich war glücklich.

Und dann kam der Tag, an dem er von unserer Schule flog. Zu schlechte Noten. Die Welt brach für mich zusammen. Ich konnte ihn doch immer nur in der Schule sehen, denn wir lebten in zwei sehr entfernten Dörfern, die nur durch eine Stunde Fahrt zu erreichen waren. Und als ich ihn nicht mehr sah, sah ich die Welt plötzlich anders. Mit ihm hat alles gestrahlt und geleuchtet, einen Glanz gehabt. Doch nun war es Winter, alles war düster und ich verstand nichts mehr. Das war einfach zuviel für mein junges Herz. Nach und nach erfuhr ich immer mehr von ihm und hatte ein neues Bild von ihm. Dass er Mädchen nur zum Spass ihn sich verliebt machte, dass er sich immer wie ein Besserwisser und ein Proll benommen hatte, und das Schlimmste für mich persönlich: Dass ich eine Wette war. Wieweit er mich verliebt machen konnte. Das war alles.

Mit dem Frühling wurde vieles anders. Der ganze Winter lang lag ich in einer Wunde, unfähig etwas zu verstehen. Doch als sich mit dem neuen Jahr alles veränderte, veränderte auch ich mich. Ich wurde älter. Mein Gesicht wurde härter. Ich lernte absolut keine einzige Emotion mehr zu zeigen. Ich wollte alles nur noch in Schwarz haben. Ich hörte nur noch Emo-Musik und fing an mich zu ritzen. Ich sagte mir jeden Tag bevor ich aufstand, dass ich nie mehr irgendeinr Peron auf dieser Welt vertrauen würde, nicht meiner Familie, nicht meinen Freunden, nicht mal mir selbst. Ich sagte mir, dass ich nichts wert bin. Ich bin nur ein Mensch auf dieser Welt, einer von Milliarden. Nichts Wichtiges. Und ich schwor mir, dass niemehr in meinem Leben etwas mein Herz berühren sollte. Denn alles hatte ein Ende. Und wenn das enden würde, würde ich auch sterben. Ich zog mich zurück. In meine Fantasiewelt. Und ich hatte Träume. Wunderschöne Träume. In ihnen war ich ein kleines Dorfmädchen, dass auf ein Konzert von Justin Bieber ging. Und auf einer After-Show Party ihn kennenlernte und er verliebte sich in mich. Und zwar so sehr, wie keiner auf der Welt es tun könnte. Und ich war stark. In meinen Träumen hatte ich eine dunkle Vergangenheit und war stark geprägt. Ich konnte kämpfen und beschützte ihn vor allem Bösen auf dieser Welt. Nichts gab es, dassmich standhalten hätte können, ich wäre für ihn gestorben, so wie er für mich. Wir hatten ein kleines Häuschen, ich wurde eine weltberühmte Tänzerin und er machte mir einen Heiratsantrag. Und so ging es immer weiter. Denkt jetzt nicht, ich wäre ein JB Fan, ode wäre einer gewesen. Es war nur, meine Schwestern liebten ihn abgöttisch und ich brauchte eine Figur für meine Träume. Und eines Nachts erschien er mir. Ich liebte diese Träume. Jeden Tag wollte ich so schnell wie möglich hinter mich bringen, damit ich in der Nacht ihn sehen konnte. Sie wurden so real, dass ich sein Bild nicht mehr sehen konnte, ohne einen schmerzhaften Stich im Herz zu fühlen. Das war meine Droge. Ich wurde in der Liebe verletzt und jetzt brauchte ich jemanden, der mich heilte. Doch es heilte mich nicht. Es vergrösserte das Loch in meiner Brust nur. Und die Sehnsucht nach Etwas, das ich nicht haben konnte, wurde immer grösser. Es war furchtbar und ich verschloss mich immer mehr in mich selber. Ich bemerkte nicht, wie die Leute um mich herum anfingen, Anstand von mir zu halten. Die einen fanden mich irgendwie komisch, die anderen wollten einfach nichts mit einem solchen Aussensteiter zu tun hatten und einige... Einige fürchteten sich einfach vor mir. Vor diesem Emo-Monster, das dir jeden Moment an die Gurgel springen könnte. So ein Unsinn. Ich bemerkte es erst, als mich unser Klassenlehrer zu einem Gespräch bat. Er fragte mich, ob ich "seelische Probleme" hätte, oder Schwierigkeiten zu Hause und wollte mir doch echt den Klapsmühlendoktor der Schule aufdrängen. Immer wieder. Er sagte, ich wäre so still und in mich gekehrt, immer alleine, würde nie lachen und immer so bleich aussehen, als litte ich Höllenqualen. Und ich dacht mir nur "Nee, eeecht?". Dann versuchte ich wieder unter die Leute zu kommen. Ich suchte meine alte beste Freundin auf, die inzwischen schon ein anderes Mädel gefunden hatte. Ich konnte Shoheli, so hiess die Neue, zwar nicht ausstehen, aber ich dachte mir "Komm schon, das wirst du wohl überleben. Hauptsache der Lehrer ruft nicht deine Eltern an." Es war so nervend. Für alle war ich ein Emo, eine Geisteskranke. Aber es war irgendwie auch süss. Die meisten ignorierten mich zwar, aber zwei, drei Jungs waren voll sensibel und halfen mir bei allem, machten mir Komplimente und stellten mich immer wieder auf.

Und das bin ich nun. Inzwischen habe ich wieder den Anschluss zu den Leuten gefunden, ich gehöre wieder dazu. (Zu diesem Thema werd ich in einem anderen Beitrag berichten.) Aber ich trage immer noch Narben. Es ist zwar ein tolles Gefühl, bewundernde Blicke zu ernten, bei einigen sogar begehrt zu sein, doch jedes Mal, wenn ein Junge etwas mit mir anfangen will, meldet sich wieder der altbekannte Schmerz bei mir. Dieser Schmerz quetscht meine Lunge zusammen, schneidet mir alle Sinne ab und ich breche fast unter seiner Last zusammen. Jetzt bin ich einfach nur noch still, aber schlagfertig. Lache nicht oft, aber wenn mir etwas gefällt am lautesten. Bin immer noch bleich, aber mit ein bisschen Make-Up kriege ich es schon besser hin. Auf Lebzeiten geprägt von der ersten Liebe, aber stolz darauf, zu wissen von was man spricht. Und weiss genau, dass wenn jetzt noch einmal einer mein verwundetes Herz bricht, auch ich brechen werde.

26.5.11 18:47
 


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